Lasertherapie in der Tiermedizin

Laserbestrahlung

Wird der Laserstrahl nicht punktgenau, sondern defokussiert eingesetzt, kann er zur Laserbestrahlung eingesetzt werden. Weit verbreitet sind dabei sogenannte Softlaser, die mit sehr geringen Energien im Milliwattbereich arbeiten. Im Gegensatz dazu kann mit den MLT-Diodenlasern über ein spezielles Defokussierhandstück mit bis zu 5 Watt (5000 Milliwatt) gearbeitet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Bestrahlungszeiten erheblich verkürzt werden können und Wiederholungsbehandlungen erst nach deutlich längeren Zeitabständen notwendig sind.

Diese Behandlung hat eine entzündungshemmende, wundheilungsfördernde und analgetische Wirkung und kann zur Behandlung von Wundheilungsstörungen sowie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates (akute und chronische Gelenks-, Muskulatur- und Sehnen- bzw. Sehnenscheidenentzündungen) eingesetzt werden.

Wichtig für den Erfolg der Bestrahlung ist die eingesetzte Wellenlänge. Die MLT-Diodenlaser arbeiten mit einer Wellenlänge von 980 nm bei der optimale Bestrahlungsergebnisse erzielt werden können.

Als Ursache für die positive Wirkung des Laserlichtes werden zahlreiche Effekte diskutiert. So soll die an das Gewebe abgegebene Energie neben der Erwärmung auch zu einer energetischen Anregung des Gewebes führen. Es wird vermutet, dass dadurch biochemische Stoffwechselprozesse wie die Produktion humoraler und zellulärer Abwehrstoffe und die Freisetzung anaboler Substanzen stimuliert werden. Außerdem wird eine Steigerung der Mikrozirkulation im bestrahlten Gewebebereich induziert.

Laserakupunktur

Der Akupunkturpunkt wird, ggf. mit Hilfe des Svesa-Suchstabes identifiziert, die Faser bzw. das Lichtleiterkabel dort angesetzt und die Laser-Lichtenergie mit einem kurzen Lichtimpuls auf den Punkt übertragen.

Man kann also nicht sedieren, sondern nur tonisieren bzw. ausgleichen.

Beispiele für therapeutische Anwendungen in der Tiermedizin:

  • Wundheilungsförderung
  • Postoperative Maßnahmen
  • Schmerztherapie, Akupunktur
  • Hotspot-Behandlung
  • Arthrose
  • I.v. Bestrahlung
  • “Knickohr”-Behandlung